Kris Kuksis’ morbide Welttheater

Kris Kuksi ist ein amerikanischer Künstler, der seine Inspiration aus der Welt der Maschinen nimmt – wie unschwer zu erkennen fügt er ihnen aber eine gegensätzliche Note bei. Rokokko- und barocke Formen ergeben vollgeladene Welttheater, die sich Stück für Stück zusammensetzen (siehe Video). Er wurde deshalb bereits in die Nähe des Steampunk gerückt. Alle Arbeiten umrankt ein Todeshauch und Zeitlosigkeit spricht aus allen:

„potentiality and motion attempting to reach on forever, and yet pessimistically delayed; forced into the stillness of death and eternal sleep. He treats morbidity with a sympathetic touch and symbolizes the paradox of the death of the individual by objective personification of death. There is a fear of this consciousness because it drops in upon us without mercy, and yet there is a need to appeal to it in order to provide a sense of security, however deluded that sense may be. Kuksi’s art warns us that this appeal is irrelevant, and that we should be slow to create a need for it. His themes also teach us that although death may pursue us arbitrarily, we should never neglect to mourn the tremendous loss of individual potential. ( Website)

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Wenn es um Tod und Sterben geht, ist das Thema Religion nicht fern; in einem Interview meint Kuksi dazu:

Ich bin einfach nur fasziniert davon, wie weit Menschen für ihren Glauben gehen. Sobald eine Doktrin oder ein Ideal geltend gemacht wird, werden somit sofort andere als Außenseiter abgestempelt und in eine Schublade gesteckt. Die Ideale von Religion und Okkultismus entwickeln sich zwangsläufig zu einem System aus Diskriminierung und der Suche nach Sündenböcken. Aber mein Job ist es natürlich, mich über genau so etwas lustig zu machen!“

Erinnert an:

Hieronymus Bosch

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