Baskerville

Jene Schrift, der die Texte von „Die Guten, die Bösen und die Toten“ im Original nachempfunden wurden und die auch in der gedruckten Ausgabe des Verlages „Das wilde Dutzend“ wieder zu finden ist. John Baskerville schnitt Ende des 18. Jahrhunderts seine ersten eigenen Schriftentwürfe. Es ist anzunehmen, dass Johan von Riepenbreuch seine Vergil-Ausgabe aus dem Jahre 1757 in der elterlichen Bibliothek gelesen hat. Die annähernd senkrechten Betonungen der Strichstärke werden dem Typografen Baskerville später von einigen Kritikern als bildliche Übertragung seiner Religionsverweigerung unterstellt. Nach seinem Tod lässt sich Baskerville 1775 auf eigenen Wunsch in ungeweihter Erde auf seinem Anwesen beisetzen. Fast 50 Jahre später wird sein Sarg auf Grund von Bauarbeiten freigelegt und geöffnet. Laut aktuellem Friedhofsgesetz also etwas nach der garantierten „Ruhezeit“. Baskervilles mumifizierter Leichnam landete daraufhin als Schauobjekt in Birminghams Warenhäusern, bevor er Jahre später auf dem Warstone Lane Friedhof beigesetzt wurde. Ewige Ruhe ist dem Schriftkünstler jedoch womöglich selbst hier nicht gegönnt, auch wenn sich die Kampagne „Freunde des Warstone Lane Friedhofes“ für die Erhaltung desselben einsetzt.

Kategorien Glossar | tagged , , , , , | Bookmark permalink

Kommentare sind geschlossen.

  • Glossar
    Das wilde Dutzend Verlag
  • Facebook
  • Kontakt
    Das wilde Dutzend Verlag
    Hagenauerstr. 2
    D-10435 Berlin
    fon: 030 28 88 31 99
  • Google+
  • Newsletter
    Monatliche News aus Berlin
    * indicates required
  • Adeles Salon
    Das wilde Dutzend Verlag
  • Tagcloud