Blutgräfin

Elisabeth-Bathory-Porträt, Quelle: wikipedia.org, Public DomainDie wohl bekannteste Blutgräfin ist die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory, die verdächtigt wurde mehrere Jungfrauen ermordet zu haben, um ihre Jugend durch ein Bad in deren Blut zu konservieren. Die aktuelle Forschung schließt jedoch nicht aus, dass Elisabeth Báthory einer Intrige zum Opfer fiel: Die früh Verwitwete verteidigte ihre politische Stellung in Transsilvanien – ganz ohne Mann. Und war dem verfeindeten Hause Habsburg dadurch ein Dorn im Auge.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde der 25-jährigen Mary Black unterstellt, eine moderne Blutgräfin zu sein und durch tödlich verlaufende Liebeszauber rund acht Mädchen ermordet zu haben. Im Gegensatz zu Elisabeth Báthory gelang Mary jedoch die Flucht vor ihren Scharfrichtern. Der Brief, der ihr dieses ermöglicht, ist in einer Privatsammlung erhalten und mit den Initialen JR unterschrieben. Nach ihrem Untertauchen fiel Marys Anwesen, auf dem sich angeblich eine Goldmine befand, an ihren Schwager. Ein ebenso verarmter wie spielsüchtiger Adeliger, dessen ungedeckte Schuldscheine in den höchsten Kreisen der Regierung kursierten. Sehr geschickt und unterschwellig kritisiert Johan von Riepenbreuch mit seinem Gedicht die Abhängigkeit der Frauen in seiner Gesellschaft von der Willkür der Männer.

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