Märchenhafte Papierkunst: Karen Bit Vejle

Jacques Maté Stand auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt. Foto von Kürschner

„Der Scherenschnitt ist ein kunsthandwerkliches Verfahren (Psaligraphie) und zugleich die Bezeichnung für dessen Ergebnis. Dabei wird Papier oder ein anderes planes Material mittels einer Schere oder speziellen Schnittinstrumenten (z. B. für Ausschnitte) so bearbeitet, dass entweder der verbleibende Umriss oder die Ausschnitte oder beides ein anschauliches Bild ergeben, das sowohl realistisch als auch schematisch (Ornamente) sein kann. Dabei gibt es

  • die klassische Silhouette, bei der ein ungefaltetes Blatt (oder mehrere übereinanderliegende) zerschnitten wird. Diese Scherenschnitte sind meist schwarz und werden vor einem kontrastrierenden hellen Untergrund gezeigt. Sind sie hell, werden sie vor einem kontrastrierenden dunklen Hintergrund gezeigt.
  • die Faltschnitttechnik, bei der ein zu Hälften, Vierteln oder noch kleineren Teilen zusammengefaltetes Blatt beschnitten wird. Nach dem Auseinanderfalten der bearbeiteten Papiervorlage ergibt sich ein ein- oder mehrfach axialsymmetrisches Bild. (Wikipedia)

Karen Bit Vejle und Hans Christian Andersens Schere

Die ursprünglich chinesische Technik war zu Goethes Zeiten und im ganzen 19. Jahrhundert äußerst beliebt in Europa. Auch Hans Christian Andersen hatte nicht nur immer einen Stift dabei – sollte ihm ein neues Märchen einfallen, nein, auch seine Schere war immer zur Hand. Die dänische Künstlerin Karen Bit Vejle hat nun als erste seit dem Märchenautor diese Schere wieder benutzt und kreiert gerade ein großes Bild, das „Die Schneekönigin“ darstellen wird. Sie rechnet damit, 2013 fertig zu sein, denn die Psaligraphie sei eine „slow art“.

„Karen Bit Vejle creates images of air and paper. Using a pair of scissors as a tool, she cuts her own multi-faceted world into the paper. The works are formed from a large, continuous piece of paper that is folded one, two, and three times, and then cut using only a pair of scissors.“ (flickr, dort auch mehr Bilder)

Danke an Elke Koepping für den Tipp!

Karen Bit Vejle Ausstellung in Odense

 

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