Veronika Peters

Veronika Peters (c) Peter von FelbertDie Schriftstellerin Veronika Peters wurde in Hessen geboren. An ihrer Herkunft allein kann es aber nicht liegen, dass sie seit längerem von den Grimms ‚verfolgt‘ wird, die ja äußerst treue Hessen waren. Seit sie „Das Meer in Gold und Grau“ (August 2011, Goldmann Verlag) schrieb, lassen sie die Brüder Grimm einfach nicht mehr los. Es begann recht harmlos damit, dass sich die Märchen in ihr letztes Buch schlichen.

Im Strandhotel Palau, in dem die von Liebe und Arbeit mitgenommene Katia Werner bei ihrer resoluten Tante Ruth Unterschlupf findet, entdeckt sie neben vielen anderen Büchern auch eine Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen. Wie diese nun in „Das Meer in Gold und Grau“ hinein verwoben sind, das ist eine andere, sehr bewegende Geschichte, die man am besten selbst entdeckt! (Support your local bookdealer…)

Kurz nach der Veröffentlichung dieses Romans ereilte Veronika Peters nämlich bereits die Anfrage vom wilden Dutzend, ob sie Interesse an geheimen Grimm-Unterlagen hätte. Im Austausch gegen eine Geschichte versteht sich. Die literarische Loge hatte das Schaffen der Autorin schon länger interessiert verfolgt, und sie dazu auserkoren, die Wahrheit hinter einem der „hessischen“ Märchen zu erzählen. Ein echter Glücksfall für den Verlag Das wilde Dutzend, dass die Anfrage Veronika Peters Abenteuerlust weckte! Tapfer begab sie sich  mit  ihrem Hund auf Entdeckungstour – und wo wahrscheinlich selbst ein Schneiderlein versagt hätte, reüssierte sie spielend. Wer mit  Familie und drei Nachfahren der Bremer Stadtmusikanten in Berlin lebt, der schafft auch mehr als sieben auf einen Streich. Der Verlag Das wilde Dutzend freut sich also umso mehr, dass endlich mal erzählt wird, was dem tapferen Schneider widerfuhr, für den bei den Grimms noch alles „… und wenn sie nicht gestorben sind“ aussieht.

Brüder Grimm: Von einem tapfern Schneider (KHM 20)

In einem Städtlein Romandia war ein Schneider gesessen, welcher auf ein Zeit, als er gearbeitet, einen Apfel bei sich liegen gehabt, darauf viel Fliegen, wie dann Sommerszeiten gewöhnlich, gesessen; das thät dem Schneider Zorn, nahm einen Fleck von Tuch und schlug auf den Apfel und erschlug der Fliegen sieben. Als solches der einfältige Schneider gesehen, gedacht er bei sich selbst, sein Sach sollte gut werden, ließ sich bald einen sehr schönen Harnisch machen und darauf mit goldenen Buchstaben schreiben: sieben auf einen Streich geschlagen!

Veronika Peters: Die Rache der Fliegen

Dass man aber der Fürstin mitteile, sie trage eines Vestiaren Frucht im Leibe, kann ob ihres Zustandes nicht ratsam sein. Man wird es überdies nicht gutheißen können, dem einfachen Volke kund werden zu lassen, von welch betrügerischem Hochstapler seines künftigen Fürsten Abstammung ist. Die Sache muss demnach dringend unter den wenigen Mitwissern verbleiben und im Zustande größter Geheimhaltung.

In: Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files, ET 20.6.2012

Lesung mit Veronika Peters

Veronika Peters liest aus „Die Rache der Fliegen“ am 21.6.2012 ab 20 Uhr im Soupanova, Stargarder Str. 24, Berlin. Begleitet wird sie übrigens von ihrem Hund, der ein Herz für literarische Logen zu haben scheint.

Bild: (C) Peter von Felbert

Mehr über die Autorin:

Interview auf der Verlagsseite
Veronika Peters liest aus „Das Meer in Gold und Grau

Kategorien Künstler | tagged , , , , , | Bookmark permalink

Kommentare sind geschlossen.

  • Glossar
    Das wilde Dutzend Verlag
  • Facebook
  • Kontakt
    Das wilde Dutzend Verlag
    Hagenauerstr. 2
    D-10435 Berlin
    fon: 030 28 88 31 99
  • Google+
  • Newsletter
    Monatliche News aus Berlin
    * indicates required
  • Adeles Salon
    Das wilde Dutzend Verlag
  • Tagcloud