Grimms Märchen: Vom Teufel

Teil 4 unseres Countdowns zum 200-jährigen Jubiläum der Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Bis zum 20.12.2012 öffnet sich jeden Tag ein weiteres Türchen (insgesamt 25) mit Hintergrundinformationen zu den wahren Geschichten hinter den Märchen. Und am Ende gibt es sogar ein Geschenk mit Geschichte zu gewinnen.

Teufel, Satan, Hexenzauber

Caprichos Blatt 43, Francisco Goya: Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer (Public Domain)Es schien, der Mann fiebere im Traum. Küsse, Bisse, Schlafen, Sterben, wer wagte das zu unterscheiden. ‚Die Federn des Phönix‘ wiederholte er immer wieder, in der Ecke des Wirtshauses liegend. An der Theke kommentierte man noch recht gelassen: „Mutmaßlich die Belladonna, nicht wahr?“ – „Ach was, die Frauen vielleicht, ja ja, sonst wird der Herr Kapellmeister wohl wieder zu tief ins Glas geguckt haben, der erzählt dann öfters so wunderliche Märchen und welch großer Komponist er doch ist.“ Mehr konnte Adele nicht verstehen. Sie war nach Franken gekommen, um einigen der Geschichten auf den Grund zu gehen, die Tieck und Wackenroder in ihrer Pfingstreise berichteten. Zugleich verfolgte sie jenen unglücklichen, gerade komatösen Künstler in Bamberg, der nun so weggetreten vor ihr lag, dass wohl heute nichts mehr mit ihm anzufangen war. Die ‚Federn des Phönix’… sie hatte diesen Ausdruck… es war eine andere Geschichte gewesen, ein weiteres umgeschriebenes Märchen, dessen Ursprung nicht mehr zu erkennen war. Nadeln oder Federn. Und der Teufel ein Phönix?  Die Grimms hatten ihr diese Geschichten erzählt! Balder wusste wahrscheinlich mehr darüber, sie musste ihm schreiben. Die Teufelsbesessenheit der Schreiberlinge gerade war schon erstaunlich.   Aus den Aufzeichnungen von Adele. Logen-Archiv.

 Wer kann für böse Träume

Christiane Neudecker ist heute mit ihrer Version von „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ live zu hören. Gemeinsam mit Veronika Peters und Anja Schneider liest sie aus „Wer kann für böse Träume. The Secret Grimm Files“ ab 20:30 Uhr im Blumencafé, Schönhauser Allee 127a, Berlin. Karten an der Abendkasse.

Über die Grimms

Heinrich Heine schrieb 1837: „Jacob Grimm hat vielleicht dem Teufel seine Seele verschrieben, damit er ihm die Materialien lieferte und ihm als Handlanger diente bei diesem ungeheuren Sprachbauwerk.“ (1) (1) zit. nach: Ruth OELZE: Und wenn sie nicht gestorben sind… Anekdoten über die Gebrüder Grimm. Berlin: Eulenspiegel, 2009. S.90.

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