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	<title>Das wilde Dutzend</title>
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	<description>Die Guten, die Bösen und die Toten</description>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Carolin Walch, Roxanne &amp; George</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 16:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sind Roxanne und George die beiden Königskinder, die nicht zueinander finden? Am Ende der Geschichte sind sie auf jeden Fall voneinander getrennt, davor scheinen sie beste Freunde zu sein: Sie teilen sich ein Leben aus Parties, Drogen und Reality-TV, das &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/16/graphic-novel-carolin-walch-roxanne-george/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Roxanne und George die beiden Königskinder, die nicht zueinander finden? Am Ende der Geschichte sind sie auf jeden Fall voneinander getrennt, davor scheinen sie beste Freunde zu sein: Sie teilen sich ein Leben aus Parties, Drogen und Reality-TV, das ihnen MTV als Kinder zweier ehemaliger Metal-Stars möglich macht. Die besten Tage ihrer Väter sind lange vorbei, deren Band &#8220;Hell Patrol&#8221; ein Teil der Rockgeschichte und die Mitglieder reden nicht mehr miteinander seitdem einer von ihnen zu Tode gekommen ist.</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/16/graphic-novel-carolin-walch-roxanne-george/roxanne_und_george_small/" rel="attachment wp-att-3564"><img class="alignleft size-full wp-image-3564" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/05/roxanne_und_george_small.jpg" alt="" width="111" height="150" /></a>Derweil reden George und Roxanne umso mehr miteinander, auch wenn es nur um die nächste Party, Shopping-Touren oder die Peinlichkeit ihrer Väter dreht. Und genau das führt dazu, dass ihre Väter die Reißleine ziehen: Nachdem auch Roxannes schluffiger Vater Crash dahinterkommt, dass George und Roxannes TV-Show nicht zuletzt davon lebt, dass er selber lächerlich gemacht wird, schmeissen er und Georges Vater Terry ihre Kinder hinaus. Das MTV parat steht um den beiden Promikindern gleich wieder eine Big Brother-artige Show anzubieten, bekommen die alten Herren garnicht mehr mit. Denn sie haben entdeckt, dass sie der Welt zu beweisen haben, dass sie mehr sind als ein paar abgehalfterte Ex-Stars.</p>
<p>Falls jemandem diese Anekdoten bekannt vorkommen, dem muß man dazu sagen, dass man Carolin Walchs &#8220;Roxanne &amp; George&#8221; die Ähnlichkeit der Figuren zu realen Vorbilder nicht vorwerfen kann: Sie ist Programm. Roxannes Vater Crash und sein Ex-Kumpan Terry sehen aus wie Slash und Axl Rose (von Guns&#8217;n Roses) und ihr Drummer ähnelt nicht zufälligerweise Lemmy von Motörhead. Im Klappentext wird auch klar &#8220;The Osbornes&#8221; als Vorbild für die Handlung genannt und natürlich hat auch Ozzy selber einen Gastauftritt. Das Comic zitiert all diese und baut darum eine Geschichte zwischen dem Lotterleben einer verwöhnten &#8220;Jeunesse dorée&#8221; und dem ehrlichen Bestreben alternden Stars sich ihre Würde im Zeitalter des Reality-TV zu bewahren. In diesem Kontrast spielt sich die Geschichte ab.</p>
<p>Auch grafisch sind ihre Vorbilder klar benannt und zu erkennen: Carolin Walch kommt aus der Manga-Szene und das ihre zeichnerischen Vorbilder dort zu suchen sind, ist &#8211; trotz eines individuellen Strichs &#8211; klar zu erkennen. Zumal sie es in dessen Markenzeichen, den markanten schwarz-weißen Federzeichnungen mit einem Verzicht auf Graustufen, noch weiter reduziert. Vor allem ist der moderne Shojo-Manga aber mit seinen überstilisierten Figuren gerade in Roxanne und George selber klar zu erkennen. Interessanterweise bricht sie diesen Stil in den Figuren der Eltern, die zwar nicht weniger stilisiert, aber doch erkennbar den jeweilige Vorlagen ähneln.<br />
Vor allem aber wirkt sich Walchs Stil aber auch in der Erzählung und der Präsentation aus, die klar dem Manga geschuldet sind: Ein klassisches Layout mit atmosphärische Panels und wenig Text, so dass sich &#8220;Roxanne &amp; George&#8221; extrem schnell und flüssig liest.</p>
<p>Selbst ungeübte Leser werden deswegen diese in sich abgeschlossene Graphic Novel sehr schnell durchgelesen haben und dabei zeigt sich leider auch dessen Schwäche. Denn was bleibt eigentlich davon übrig von Roxanne und George?<br />
Es ist fast als ob Carolin Walch dies selber geahnt hat, weil sie ihren alternenden Rockstars im Laufe des Bandes immer mehr Raum einräumt. Das sie deren belastete, aber deswegen auch belastbare Freundschaft mir der oberflächlichen Beziehung ihrer Kinder kontrastiert, vermittelt sich dem Leser durchaus.<br />
Aber dennoch die Frage: Hat jemand jemals geglaubt, dass Kokain-schnupfende Wohlstandskinder ohne echte Freunde glücklich sind?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://carolinwalch.de/">Carolin Walch<br />
</a>Roxanne &amp; George<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.reprodukt.com/product_info.php?products_id=381">Reprodukt<br />
</a>ISBN 978-3-941099-77-7</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Uki Ogasawara, Black Sun</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 12:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal tun sich dunkle Abgründe unter Rezensenten aus. Orte an denen im 12ten Jahrhundert bereits Kanonen existierten, Konstantinopel bereits von den Osmanen erobert worden war und attraktive blonde Männer von attraktiven dunkelhäutigen Männer vor Herrscharen von verfeindeten Soldaten vergewaltigt werden&#8230; &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/09/graphic-novel-uki-ogasawara-black-sun/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal tun sich dunkle Abgründe unter Rezensenten aus. Orte an denen im 12ten Jahrhundert bereits Kanonen existierten, Konstantinopel bereits von den Osmanen erobert worden war und attraktive blonde Männer von attraktiven dunkelhäutigen Männer vor Herrscharen von verfeindeten Soldaten vergewaltigt werden&#8230;<br />
Ja, mag sich der Leser an dieser Stelle fragen, was bist Du auch so blöd Dich da hinzubegeben, Rezensent? Und, werter Leser, Du hast ja auch so recht. Wieso begebe ich mich dorthin?</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/09/graphic-novel-uki-ogasawara-black-sun/black_sun_small/" rel="attachment wp-att-3544"><img class="alignleft size-full wp-image-3544" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/05/black_sun_small.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Laßt es mich versuchen zu erklären: In deutschen Comicläden findet sich immer häufiger etwas, was mit &#8220;Yaoi&#8221; oder auch gerne als &#8220;Boys&#8217; love&#8221; bezeichnet wird, ein Genre der japanischen Mangakultur, das vor allem von Frauen für Frauen gezeichnet wird. In diesem Fall von der Autorin und Zeichnerin Uki Ogasawara (keine Garantie dass das tatsächlich eine Frau ist, ich hab&#8217; das aus dem Internet).<br />
In der feministischen Variante des Macho-Spruches &#8220;Double the girl, double the fun&#8221; geht es im Yaoi vor allem darum, dass gutaussehende Männer aneinander zur Sache gehen. Und nein, sie tun das nicht dezent, zurückhaltend romantisch und züchtig. Vor allem nicht letzteres. Vor allem nicht in &#8220;Black Sun &#8211; Doreioh&#8221;.</p>
<p>Da wird der ausgesprochen gutaussehende Knackarsch von Kreuzritter, Leonard de Limbourg, vom osmanischen Janitscharen-General Jemal Jan gleich mal so richtig ordentlich rangenommen nachdem erster von letzterem besiegt wurde. Daraufhin schleppt Jemal Jan seinen Gefangenen als persönlichen Sexsklaven in seinen Palast in Istanbul, der gleich neben dem Palast des Sultans, der Hagia Sophia liegt. Deswegen bleibt dies dem Sultan und seiner rechten Hand, dem einst von Jemal verschmähten Nikolaides, auch nicht verborgen. Weswegen Nikolaides alles unternimmt, um Jemals Position zu schwächen und ihn von Leonard zu trennen. Obwohl eigentlich nur ein Spielball in den Intrigen und Sexobjekt beginnt Leonards innerer Widerstand gegenüber Jemal und seinem großen Penis zu schwinden&#8230;</p>
<p>Natürlich werden jetzt Kleingeister anmerken, dass die Kreuzritter niemals gegen die Osmanen angetreten sind, Istanbul zu dieser Zeit noch christlich war und die Hagia Sophia kein Palast sondern zuerst Kirche und dann Moschee war. Aber diese Menschen haben die Essenz des vorhergehenden Abschnittes nicht mitbekommen: Knackarsch! Großer Penis! Beziehungsweise die einzig mögliche, denkbare Kombination dieser beiden.</p>
<p>Und wie üblich im Yaoi sehen alle Männer unverschämt gut aus, erfreuen sich beschriebener großer Penisse (eigentlich &#8220;Penii&#8221;, aber sagt das dem Duden!) und einer schier endlosen Potenz, weswegen es entsprechend oft zur Sache geht. Um genau zu sein, auf nicht weniger als 51 von 173 Seiten gibt es körperliche, ungezügelte Liebe zwischen in Schweiß und Waffenöl glänzenden Männerkörpern (damit nichts davon ablenkt tauchen auf besagten 173 Seiten übrigens exakt 0 Frauen auf!).</p>
<p>Warum begebe ich mich also in solch dunklen Abgründe als Rezensent?<br />
Die Antwort ist Liebe! Jawohl, die unermessliche Liebe, die sich zwischen zwei wohlgeformten, vom Kampf gestählten und von der Sonne des Südens im Schweiss gebadeten Männerkörper entlädt. Dort erheben sich ihre Schwerter und ruhen nicht eher, bevor eines sich nicht in dem Körper des anderen&#8230;</p>
<p>Moment, konzentrieren wir uns auf die über dieses Buch bekannten historisch nachprüfbaren Fakten!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Uki Ogasawara<br />
Black Sun &#8211; Doreioh<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://tokyopop.de/">Tokyopop</a><br />
ISBN 978-3-8420-0477-1</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Derek McCulloch &amp; Colleen Doran, Gone to Amerikay</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 17:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drei Geschichten, drei Zeitebenen, drei Schicksale irischer Auswanderer, die nach Amerika kommen: Ciara O&#8217;Dwyer kommt in den 1870ern in ein New York der krassen Kontraste und eines schier bodenlosen Abgrundes von Armut und Verbrechen; Johnny McCormack kommt in den 1960ern &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/02/graphic-novel-derek-mcculloch-colleen-doran-gone-to-amerikay/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Geschichten, drei Zeitebenen, drei Schicksale irischer Auswanderer, die nach Amerika kommen: Ciara O&#8217;Dwyer kommt in den 1870ern in ein New York der krassen Kontraste und eines schier bodenlosen Abgrundes von Armut und Verbrechen; Johnny McCormack kommt in den 1960ern nach New York um seine Karriere als Musiker zu machen und nicht zuletzt, um der erstickenden Moral seiner katholischen Heimat zu entfliehen; und Lewis Healy kommt 2010 als verwöhnter Millionär für eine musikalische Sight-Seeing-Tour in dieselbe Stadt. Wie dem Leser schnell klar wird, bedingen sich die drei Geschichten. Denn Ciara&#8217;s scheinbar endloses Warten auf ihren Ehemann, der in Irland geblieben ist, wird erst Jahrzehnte später durch Johnny eine Antwort finden und dieses Erlebnis wird seine musikalische Karriere inspirieren, die später Lewis Healy inspirieren wird.</p>
<p>Doch unter der Oberfläche ist &#8220;Gone to Amerikay&#8221; (der Titel von Johnny&#8217;s erstem, tragischem Hit) eine Geistergeschichte. Es taucht nicht nur ein tatsächlicher Geist darin auf, sondern es ist vor allem der Geist eines Landes, dass die Seiten füllt ohne jemals aufzutauchen: Irland. Bis auf ein paar vereinzelte Frames in der Erinnerung der Figuren bleibt dieses Land vollkommen außen vor und nimmt dennoch das Denken und Handeln der Figuren vollständig in Anspruch.</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/05/02/graphic-novel-derek-mcculloch-colleen-doran-gone-to-amerikay/gone_to_amerikay_small/" rel="attachment wp-att-3524"><img class="alignleft size-full wp-image-3524" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/05/gone_to_amerikay_small.jpg" alt="" width="115" height="150" /></a>Man könnte dem Autoren Derek McCulloch (&#8220;Stagger Lee&#8221;, &#8220;Pug&#8221;) und Zeichnerin Colleen Doran (&#8220;A distant Soil&#8221;, &#8220;Manga Man&#8221; und Zeichnerin unter anderem an &#8220;Wonder Woman&#8221;) vorwerfen, dass sie geradezu davon ausgehen, dass ihre Leser mit Irland vertraut sind. Das sie wissen wofür dieses Land steht, das sie vertraut sind mit den schier endlosen Geschichten über die irischen Einwanderer in Amerika und wie diese die USA geformt haben. Dennoch gelingt es ihnen im Kern eine interessante Geschichte zu erzählen, die nicht ganz frei von Klischees ist und sich manchmal etwas zu sehr auf bestimmte Konventionen verläßt, um den Anspruch auf besondere Originalität zu erheben. Colleen Dorans besonderer Zeichenstil, der sich stark an den Gestaltungsidealen der 80er orientiert und damit heute heute geradezu anachronistisch wirkt, baut allerdings gerade hierauf auf: Bei ihr ist die Pose ein zentrales Gestaltungselement und ein untrügliches Zeichen ihres Stils. Wenn also die Figuren an Motive aus der klassischen Malerei erinnern oder stellenweise in geradezu kitschiger Weise vor Blüten oder im Nebel arrangiert werden, dann ist das weder Zufall, noch reiner Kitsch. So sehr es auch danach aussieht.</p>
<p>McCullochs Geschichte und Dorans Stil treffen sich also. Man merkt, dass hier zwei Künstler am Werk sind, deren Auseinandersetzung mit dem Medium Comic eine Methoden und Erzählweisen geschaffen haben, die sich gegenseitig addieren. Deswegen wirkt &#8220;Gone to Amerikay&#8221; immer wie aus einem Guss. Eine Leistung, die selbst viele Autoren, die selber auch die Zeichnerrolle übernehmen nicht immer zustande bringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://derekmcculloch.com/">Derek McCulloch</a> &amp; <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://colleendoran.com/">Colleen Doran</a><br />
Gone to Amerikay<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.vertigocomics.com/">DC/Vertigo</a><br />
ISBN 978-1-4012-2351-9</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Jimmy Beaulieu, Ein philosophisch pornografischer Sommer</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 12:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Louis Dubois ist (im Gegensatz zum Rezensenten) ein erfolgreicher Filmemacher, hat einen Riesenschwanz und ist eine Kanone im Bett. Seine Freundin Corrine hat sehr große Brüste, ist ständig scharf und &#8211; wie sich das in in der kanadischen Kunstszene so &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/25/3499/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Louis Dubois ist (im Gegensatz zum Rezensenten) ein erfolgreicher Filmemacher, hat einen Riesenschwanz und ist eine Kanone im Bett. Seine Freundin Corrine hat sehr große Brüste, ist ständig scharf und &#8211; wie sich das in in der kanadischen Kunstszene so gehört &#8211; ist sie Ehrenmitglied in einem lesbischen Swingerclub, einem Hobby, dem sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit frönt, wenn sie nicht gerade Louis&#8217; Charme erliegt. Es tauchen weiterhin auf: Léone und die umwerfende Muriel, der Corrine nicht wiederstehen kann; Annie, die ihrer Bäckerin erliegt; und Martin Gariépy, Erfolgsautor von Pop-Romanen, der nicht bemerkt, wie er die Liebe seines Lebens verliert, weil er Annie hinterherschmachtet. Weitere Utensilien: Verlassene Architekturwunder von Hotels an der kanadischen Küste, Strap-on-Dildos, Performance-Art, Godzilla, ein Rollstuhl und Superheldenkostüme, denen die Hose fehlt.</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/25/3499/comedie_sentimentale_small/" rel="attachment wp-att-3500"><img class="alignleft size-full wp-image-3500" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/comedie_sentimentale_small.jpg" alt="" width="107" height="150" /></a>Jimmy Beaulieus Comic ist ein ausgesprochen informativer Band, wie auch der herausgebende Verlag mich informiert: &#8220;Leichtfüßig und genussorientiert ist das Leben der jungen Menschen im Montreal von heute&#8230;&#8221; Wir haben es hier also mit einem authentischen Bild Kanadas zu tun und man lernt wirklich sehr viel über die kanadische Kunstszene, deren Mitglieder sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit der freien Liebe hingeben. Vor allem die Frauen, die alle schlagartig lesbisch sind oder zumindest werden, sobald sie einer anderen hübschen Frau begegnen. Überhaupt sind alle Frauen in Kanada wahnsinning hübsch, ständig sexuell erregt und wahnsinnig begabt und jederzeitig willig all dies unter Beweis zu stellen.<br />
Der Rezensent ist an dieser Stelle versucht sich ein Ticket nach Kanada zu besorgen, hätte er nicht die Hände in seiner Hose.</p>
<p>Aber kehren wir für einen Moment zu &#8220;Ein philosophisch pornografischer Sommer&#8221;, diesem Reiseführer zurück, der uns nicht nur ein Gefühl des Sommers in Kanada vermittelt (Der Rezensent überprüft an dieser Stelle seinen Terminkalender: Hat er diesen Sommer schon etwas vor?), sondern auch noch philosophisch ist! Zwar konnte der Rezensent keinerlei Zitate irgendwelcher Philosophen im Buch finden, aber vielleicht ist der ganze Sex zwischen Frauen ja ein Manifest des Hedonismus! Und der Roman des Autoren Martin, das im Buch immer wieder zitiert wird ist auch immer wieder sehr tiefgründig: Da werden Pink Floyd, der Dichter <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Davison_%28poet%29">Peter Davison</a>, Aerosmith und Dr. Who angeführt! Außerdem bringt sich eine von Martins Figuren um! Wie gut, dass der Verlag in der deutschen Ausgabe dies im Titel deutlich gemacht hat, wie philosophisch diese Graphic Novel ist, die Originalausgabe hatte das doch glatt vergessen.</p>
<p>Dieses Buch macht sich sicherlich in jedem Regal ausgesprochen gut in dem bereits &#8211; natürlich vollkommen ironisch &#8211; bereits Pornos aus den 70ern und Marquis de Sade in der (ungelesenen) Originalausgabe stehen. Das der Graphic Novel ein Ende fehlt, fällt sowieso nicht auf, da der Leser sicherlich zwischendurch seinen Taschentuchvorrat auffrischen gehen muß. Es sei denn der Leser findet die skizzenartig hingeworfenen, meistens auf ein Layout verzichtenden, aber sicherlich vollkommen authentischen Bildern aus dem kanadischen Leben nicht ausreichend sexy genug und meint, dass er auf die tolle Performance-Art und die Romanausschnitte verzichten kann, um stattdessen im Internet den Dokumentarfilm &#8220;College Co-Eds Gone Wild&#8221; zu suchen.</p>
<p>Das kann der Rezensent natürlich überhaupt nicht nachvollziehen. Er ist sowieso auch gerade damit beschäftigt seinen Koffer zu packen, um nach Montréal zu reisen, &#8220;dieser Großstadt mit amerikanischem Lebensstandard und europäischem Flair&#8221;, in der &#8220;Erotik [...] ein Bestandteil des Tagesablaufs wie eine gute Mahlzeit&#8221; ist, wie der Verlag ihm äußerst glaubwürdig versichert.</p>
<p>[Der Rezensent hat natürlich für diese Rezension die authentische französisch-kanadische Ausgabe verwendet.]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://jimmybeaulieu.com/">Jimmy Beaulieu</a><br />
Ein philosophisch pornografischer Sommer<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.schreiberundleser.de/">Schreiber &amp; Leser</a><br />
ISBN 978-3-941239-85-2</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Faith Erin Hicks, Friends with Boys</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 12:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erste Mal, dass Maggie McKay in ihrem Leben eine Schule betritt, ist zum Beginn ihrer High-School-Zeit. Bisher wurden sie von ihrer Mutter zuhause unterrichtet, aber nachdem diese aus dem Leben von Maggie, ihren drei Brüdern und ihrem Vater verschwunden &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/18/graphic-novel-faith-erin-hicks-friends-with-boys/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Mal, dass Maggie McKay in ihrem Leben eine Schule betritt, ist zum Beginn ihrer High-School-Zeit. Bisher wurden sie von ihrer Mutter zuhause unterrichtet, aber nachdem diese aus dem Leben von Maggie, ihren drei Brüdern und ihrem Vater verschwunden ist, führt für Maggie kein Weg mehr an einer öffentlichen Schule vorbei. Die Tatsache, dass sie bisher außerhalb ihrer Familie noch nie wirkliche Freunde hatte, macht es ihr auch nicht gerade leichter sich in der Schule zurecht zu finden.</p>
<p>So muß sie schnell feststellen, dass vieles an ihr vorübergegangen ist: Ihre Brüder sind ihr in diesem Umfeld so fremd und die typischen Schulrivalitäten sind für sie unverständlich. Da erscheint es natürlich geradezu selbstverständlich, dass sie sich mit den Schulaußenseitern anfreundet und da Maggie auch noch von einem Geist verfolgt wird fühlt sie sich durchaus zugehörig&#8230;</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/18/graphic-novel-faith-erin-hicks-friends-with-boys/friends_with_boys/" rel="attachment wp-att-3489"><img class="alignleft size-full wp-image-3489" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/friends_with_boys.jpg" alt="" width="105" height="150" /></a>Zeichnerin und Autorin Faith Erin Hicks gehört zu der jungen Garde kanadischer Comic-Künstler, die seit einiger Zeit den englischsprachigen Independant-Comic-Markt vorantreibt. Das ist nicht zuletzt auch daran zu erkennen, weil Hicks&#8217; großäugige Figuren vielfach an &#8220;Scott Pilgrim&#8221; ihres Landsmannes Bryan Lee O&#8217;Malley erinnern. Doch ihr Stil ist wesentlich detailfreudiger und ihre mit Tusche getränkten, dunklen Zeichnungen sind atmosphärisch und erwecken subtil den Eindruck als ob in dem fiktiven Sanford, dem Ort der Handlung, ewiger Herbst zu herrschen scheint.</p>
<p>Man kann sicherlich unterstellen, dass sie diesen Ort sehr gut kennt, wenn auch vielleicht nicht im realen, aber so doch im emotionalen. Denn der Klappentext verrät, dass auch sie zuerst zuhause unterrichtet wurde und mit drei Brüdern aufwuchs. Doch es handelt sich sicher nicht um eine immer noch so modisches &#8220;autobiographic comic&#8221;, denn &#8220;Friends with Boys&#8221; erzählt mehrere ineinander verschachtelte und sich gegenseitig bedingende Geschichten und man kann unterstellen, dass zumindest der Geister-Teil der Geschichte nicht autobiographich ist.</p>
<p>Wie man im Promo-Teil des Buches sehen kann, sollte &#8220;Friends with Boys&#8221; eigentlich &#8220;The Education of Maggie McKay&#8221; heißen, und auch wenn der aktuelle Titel durchaus paßt, so ist der alte doch zutreffender. Denn im Kern geht es um einen Lern- und Sozialisierungsprozess und in diesem Falle ist dies keinesfalls so trocken wie es sich sicherlich anhört. Ganz nebenbei wirft sie auch noch Fragen zu Geschlechter- und Rollenbildern auf.</p>
<p>Doch vor allem dreht sich &#8220;Friends with Boys&#8221; um die Frage, warum High School (und natürlich äquivalente Schulformen weltweit) für manche Schüler zur Hölle werden, dass dies zum Ende hin in Form einer Abenteuergeschichte erzählt wird, ist eines der charmanten Details dieser mäandernden, an den Kanten ungeschliffenen Graphic Novel aus. Trotz vieler bekannter Genre-Elemente ist es eine etwas andere amerikanisch-kanadische Teenager-Geschichte.</p>
<p>[Die ersten 20 Seiten der Graphic Novel, die zuerst als Webcomic realisierte wurde, kann man immer noch auf <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.friendswithboys.com/">der entsprechenden Webseite probelesen</a>!]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[Englische Ausgabe]<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.friendswithboys.com/">Faith Erin Hicks</a><br />
Friends with Boys<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.firstsecondbooks.com/">First Second</a><br />
ISBN 978-1-59643-556-8</p>
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		<title>Wie bin ich eigentlich hier gelandet?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 11:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur noch zwei Wochen und ein Tag und dann ist mein Praktikum beim wilden Dutzend auch schon Geschichte. Grund genug, noch einmal darüber nachzudenken, wie ich eigentlich hier gelandet bin. Also, alles auf Anfang: Ich bin Masterstudentin im berufsbegleitenden Studiengang &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/16/wie-bin-ich-eigentlich-hier-gelandet/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur noch zwei Wochen und ein Tag und dann ist mein Praktikum beim wilden Dutzend auch schon Geschichte. Grund genug, noch einmal darüber nachzudenken, wie ich eigentlich hier gelandet bin.</p>
<p>Also, alles auf Anfang: Ich bin Masterstudentin im berufsbegleitenden Studiengang Kulturmanagement und Kulturtourismus an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Soweit so gut. In der Studienordnung ist festgelegt, dass im vierten Semester ein Praktikum zu absolvieren ist &#8211; auch das: ein Fakt. Im Bestfall sollte es eine Stelle sein, bei der die Möglichkeit bestünde, meine Vorgesetzten regelrecht auszusaugen. Das Aussaugkriterium war mir sehr wichtig, da eine Masterarbeit darauf wartet, geschrieben zu werden. Vor der Praktikumssuche stand somit die Suche nach einem interessanten Thema für eine Abschlussarbeit. Eines schönen Abends, während einer kleinen Thema-Grübel-Pause, die ich bei Facebook verbrachte, stieß ich auf Das wilde Dutzend.</p>
<p><strong>Aus meinem Päuschen wurde ein abendfüllendes Programm</strong></p>
<p>Das wilde Dutzend &#8211; Loge und Verlag für Rätselhaftes und Verborgenes. Sachen gibt&#8217;s! Ein Thema war an dieser Stelle allerdings noch nicht in Sicht. Doch Gott schütze das Internet &#8211; denn vom wilden Dutzend war es nicht mehr weit zu Dorothea Martin und Transmedia Storytelling. Noch ein wenig Recherche hier und da und aha, es gibt auch einen Laden für Rätselhaftes und Verborgenes. Dorothea wird dort sein. Da der Laden am folgenden Samstag geöffnet hatte, war völlig klar, dass ich mir die Sache mal vor Ort ansehen musste. <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/16/wie-bin-ich-eigentlich-hier-gelandet/das-wilde-dutzend-laden-300x300/" rel="attachment wp-att-3464"><img class="alignright size-full wp-image-3464" title="Das-wilde-Dutzend-Laden" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/Das-wilde-Dutzend-Laden-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>So begab es sich, dass ich am 12. November 2011, 11.10 Uhr Ortszeit vorm Laden in der Hagenauer Straße 2 stand. Nicht nur das, ich ging sogar rein! Nach einem netten Gespräch mit Doro verließ ich ihn wieder mit einer Einladung zur Vernissage von Ebeneeza K., die am selben Abend in der Staatsgalerie Prenzlauer Berg stattfand. Ich war NATÜRLICH dort und hab auch Simone kennengelernt, die neben Doro den Verlag im Auftrag der Loge leitet. Wir vereinbarten einen Termin für das Vorstellungsgespräch und ich war selig.</p>
<p>Das Vorstellungsgespräch war absolut nach meinem Geschmack: 20.00 Uhr in einer Bar. Nach ein paar Erfrischungsgetränken, waren wir uns handelseinig. Ich hatte meinen Praktikumsplatz, ein zwar grobes aber vielversprechendes Thema für die Masterarbeit (Transmedia Storytelling) und zu guter letzt auch eine Aussaugerlaubnis. Das wilde Dutzend bekam im Gegenzug ein wenig Unterstützung. Ich hatte den Eindruck, dass beide Seiten äußerst zu frieden mit sich waren.</p>
<p>Das ist jetzt alles schon ein Weilchen her und die Masterarbeit rückt immer näher. Vergangene Woche ging es darum, eine detaillierte Gliederung beim Lehrstuhl abzugeben. Fachfrau Doro hat mir dabei sehr geholfen. Dieses Praktikum hält nicht nur was es verspricht, es übertrifft sämtliche Erwartungen. Denn so ganz Nebenbei, beim Abwaschen und beim Käffchen, konnte ich auch zwei Interviewpartner für meine Arbeit gewinnen.</p>
<p>Der Gedanke an das baldige Ende des Praktikums zieht irgendwie ganz schön runter. Aber so richtig los, wird mich das wilde Dutzend bestimmt nicht mehr. Da bin ich recht zuversichtlich.</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Shigeru Mizuki, NonNonBa</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[comics]]></category>
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		<category><![CDATA[graphic novels]]></category>
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		<category><![CDATA[Manga]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;NonNonBa&#8221; erzählt die Geschichte einer Jugend in der harschen Lebensrealität der frühen 30er Jahre im ländlichen Japan: Shigerus Vater ist ein Taugenichts, der das Vermögen der Familie mit windigen Geschäftsideen durchbringt, die Mutter inzwischen verbittert darüber, während Shigeru selber Zuneigung &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/11/graphic-novel-shigeru-mizuki-nonnonba/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;NonNonBa&#8221; erzählt die Geschichte einer Jugend in der harschen Lebensrealität der frühen 30er Jahre im ländlichen Japan: Shigerus Vater ist ein Taugenichts, der das Vermögen der Familie mit windigen Geschäftsideen durchbringt, die Mutter inzwischen verbittert darüber, während Shigeru selber Zuneigung vor allem von einer entfernten Verwandten bekommt, die er liebevoll &#8220;NonNonBa&#8221; nennt (was man ungefähr mit &#8220;Großmütterchen&#8221; übersetzen kann). Diese ist es auch die ihn über die Welt der Yokai aufklärt, vielgestaltige Geister, die an allen Orten zu finden sind und die manchmal gefährlich, manchmal spitzbübisch und gelegentlich sogar hilfreich sind.</p>
<p>Ihnen fühlt sich Shigeru nahe, während er mit seinen Altersgenossen wilde Kriegsspiele austrägt oder die Gegend erkundet. Vor allem aber lernt er ihre Macht kennen als er zwei Mädchen nahekommt: Die eine wurde auf das Land zur Kur geschickt, die andere zu vermeintlich wohlwollenden Verwandten. Für beide Mädchen wird angesichts ihres Schicksals Shigerus Zugang zur Welt der Yokai von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>Es ist der Zeichenstil von &#8220;NonNonBa&#8221;, der sicherlich für viele Leser gewöhnungsbedürftig ist. Selbst im Vergleich mit anderen Manga-Künstlern ist Shigeru Mizukis extrem cartoonesker Stil vor realistischen, tiefschwarzen Hintergründen ausgesprochen ungewöhnlich. Dennoch hat er einen sehr genauen Blick für Details, was sich nicht zuletzt auch dadurch erklärt, dass Mizuki die Geschichte seiner eigenen Jugend erzählt.</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/11/graphic-novel-shigeru-mizuki-nonnonba/nonnonba_small/" rel="attachment wp-att-3454"><img class="alignleft size-full wp-image-3454" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/nonnonba_small.jpg" alt="" width="105" height="150" /></a>Doch Shigeru Mizukis größte Qualität liegt nicht unbedingt in seinen Zeichnungen, noch in den Geschichten an sich, sondern in etwas ganz anderem: Mizuki ist ein Zeitzeuge, seine Erzählung ist authentisch. Inzwischen über 90 Jahre alt, ist er im dörflichen Vorkriegsjapan aufgewachsen und hat eine Kultur kennengelernt, die man heute nur noch nostalgisch verklärt erleben kann. Dies beschreibt auch seine Stellung in Japan, wo er als lebende Legende verehrt wird. Bereits zu seinen Lebzeiten wurden Straßen nach ihm benannt, nicht zuletzt weil er die Erinnerung an die Geisterwelt der Yokai lebendig gehalten hat (vor allem mit seiner langjährigen Serie &#8220;Hakaba Kitaro&#8221;).</p>
<p>Deswegen zieht die Geschichte den Leser in ihren Bann weniger als eine Geschichte, sondern vielmehr als ein Dokument, dass einem eine längst vergangene Epoche erfahrbar macht. Denn Mizuki setzt sich eben nicht nur mit dem Leben der Dorfbewohner, sondern auch mit Erscheinungen der Zeit (die Schlimmes vorausdeutenden Kriegsspiele, der Mißbrauch und die Ausbeutung von Kindern) und vor allem dem Geisterglauben auseinander. So öffnet sich eine weitere Welt, die den Leser in ihrer Fremdartigkeit und Bedrohlichkeit konfrontiert und der man sich nicht entziehen kann.</p>
<p>Gerade deswegen ist &#8220;NonNonBa&#8221; mit seinen 400 Seiten nicht nur ein voluminöser Band im Regal, sondern so etwas wie ein japanisches Torii zwischen all den anderen Büchern: Eine symbolische Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.</p>
<p>[Als Rezensionsexemplar diente die hier abgebildete, inzwischen vergriffene französische Ausgabe. Die unten aufgelistete nononenglische Ausgabe ist diesen Monat erschienen.]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.mizukipro.com/">Shigeru Mizuki</a><br />
NonNonBa<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.drawnandquarterly.com/shopCatalogLong.php?item=a4f04896b2f371">Drawn and Quarterly</a><br />
ISBN 9781770460720</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Étienne Davodeau, Les mauvaises gens</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 12:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Comic]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[graphic novels]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Cover von &#8220;Les mauvaises gens&#8221; (wörtlich in etwa: &#8220;Die schlechten Menschen&#8221;) stehen sich eine Kirche und eine Fabrik gegenüber. Die Geschichte spielt sich allerdings nicht in diesen beiden Polen ab, sondern in dem Raum zwischen diesen beiden Gebäuden, &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/04/graphic-novel-etienne-davodeau-les-mauvaises-gens/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Cover von &#8220;Les mauvaises gens&#8221; (wörtlich in etwa: &#8220;Die schlechten Menschen&#8221;) stehen sich eine Kirche und eine Fabrik gegenüber. Die Geschichte spielt sich allerdings nicht in diesen beiden Polen ab, sondern in dem Raum zwischen diesen beiden Gebäuden, die natürlich für den Glauben und die Arbeit stehen.</p>
<p>&#8220;Les mauvaises gens&#8221; spielt ausschließlich in einer französischen Region, Les Mauges, die &#8211; trotz ihrer relativen Nähe zu Paris &#8211; <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_Vend%C3%A9e">geschichtlich</a> als tiefste Provinz gilt. Der katholische Glaube und partriarchalische Strukturen bestimmen das Leben aller Menschen hier. Marie-Jo und Maurice, die beide kurz nach dem Zweiten Weltkrieg dort aufwachsen, lernen garnichts anderes kennen. Ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet: Eine kurze Kindheit, eine katholische Schuleausbildung und danach eine jahrelange Tätigkeit in einer der Fabriken der lokalen Familienunternehmen. Das war bereits das Leben ihrer Eltern seitdem es immer weniger Arbeit auf den Feldern des Landes gibt.</p>
<p>Doch es kommt nicht so: In den 50ern tauchen plötzlich in den Orten ein paar junge Priester auf, die sich für die Arbeiter und die Jugendlichen interessieren und die ihnen eine Idee in den Kopf setzen: Solidarität. Stückchen für Stückchen beginnt sich etwas in den Köpfen und in den Leben der Menschen zu verändern: Basketballplätze, Urlaub, Betriebsräte, Gewerkschaften&#8230;</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/04/graphic-novel-etienne-davodeau-les-mauvaises-gens/les_mauvaises_gens_small/" rel="attachment wp-att-3445"><img class="alignleft size-full wp-image-3445" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/les_mauvaises_gens_small.jpg" alt="" width="110" height="150" /></a>Étienne Davodeau ist selbst in den großen, vielfältigen französisch-sprachigen Comic-Markt eine Ausnahmeerscheinung. Seine Comics beschäftigen sich &#8211; vor allem in den letzten Jahren &#8211; mit der Provinz, den kleinen Leuten, dem sozialen Alltag und den menschlichen Beziehungen. Diese zeichnet er mit einem unprätentiösen Stil, der einen großen Wert auf die Individualität der Figuren legt. Diese Menschen sind teilweise hübsch, teilweise häßlich, in der Mehrzahl aber geradezu erschreckend normal. Im Vergleich mit anderen Comics fällt einem erst wieder auf, wie idealisiert und artifiziell deren Menschenbild ist.</p>
<p>Dabei ist &#8220;Les mauvaises gens&#8221; ein cleveres trojanisches Pferd, dessen Überraschung an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Nur soviel sei gesagt: Trotz seines nüchternen, journalistischen Stils ist es nicht unbedingt die Dokumentation als die es sich zuerst gibt.</p>
<p>Dies ist einer der ganz wenigen Effekte in diesem Comic. Alles andere, Geschichte wie graphische Gestaltung, ist unprätentiös und zurückgenommen. Davodeau konzentriert sich auf seine Figuren und deren Umgebung, läßt deren Aussagen und vor allem auch Gesichtsausdrücke für sich selber sprechen. Dennoch gelingt es ihm einen Fluß in die Geschichte zu bringen und es ist ganz klar, was das für ein Fluß ist: Es ist die ewig voranstrebende Geschichte.</p>
<p>Die scheinbar unerklärlichen Kraft von &#8220;Les mauvaises gens&#8221; speist sich daraus, dass es Davodeau gelingt eine geschichtliche Entwicklung dort einzufangen, wo sie ihren Anfang nimmt: Bei ein paar einfachen Leute in der tiefsten Provinz, die eines Tages von einem Pfarrer angesprochen werden und deren schrittweise und nicht selten schwierige Emanzipation eines Tages die politische Landschaft eines ganzen Landes umwälzen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[Französische Neuauflage, des 2005 erstmals erschienen Bandes]<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.etiennedavodeau.com/">Étienne Davodeau</a><br />
Les mauvaises gens<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.editions-delcourt.fr/">Delcourt</a><br />
ISBN 978-2-7560-2662-6</p>
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		</item>
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		<title>Es schwimmt sich ganz gut im kalten Wasser</title>
		<link>http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/02/es-schwimmt-sich-ganz-gut-im-kalten-wasser/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 11:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dritte und letzte Monat als &#8220;Das wilde Dutzend&#8221;-Praktikantin hat angefangen und die Uhr wird meine verbliebene Verlagszeit viel zu schnell wegticken. Wie das nun mal so ist, wenn etwas richtig viel Spaß macht! Doch für diese Woche steht erst &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/04/02/es-schwimmt-sich-ganz-gut-im-kalten-wasser/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der dritte und letzte Monat als &#8220;Das wilde Dutzend&#8221;-Praktikantin hat angefangen und die Uhr wird meine verbliebene Verlagszeit viel zu schnell wegticken. Wie das nun mal so ist, wenn etwas richtig viel Spaß macht! Doch für diese Woche steht erst einmal die bisher größte aller Herausforderungen an: Facebook und Twitter möchten bis Mittwoch von mir gefüttert werden!</p>
<p>Wie packt man das nur am besten an? Eine Möglichkeit wäre natürlich: Fire &amp; Forget. Doch dann hätte ich mir vor zwei Wochen nicht die Facebook-Statistik zu Gemüte führen brauchen. Der Arbeitsauftrag lautete: Finde heraus, was wann bei wem am besten funktioniert. Bilder sind ganz weit vorn, noch vor den Videos. Ich weiß, das ist jetzt nicht die aller neueste Erkenntnis. Ich will nur klar machen, dass das auch beim wilden Dutzend so ist. Das Problem dabei ist jedoch die Suche nach interessanten, passenden und witzigen Bildern. Eigentlich braucht man sie nicht suchen, die richtig guten Bilder <em>finden</em> einen. Nur nicht dann, wenn man gerade mal eins dieser Sorte gebrauchen könnte. Ich muss mir auch erstmal einen guten und ergiebigen Pool an Informationsquellen zusammenstellen.</p>
<p>Sehr gut funktionieren auch knackige Statusmeldungen. Man muss nur zur richtigen Zeit, Sachen ansprechen, die die anderen auch gerade beschäftigen. Einfachstes Beispiel: um die Mittagszeit, wenn alle mit ihren Gedanken beim Essen sind, mal eben eine Mahlzeit-Meldung in die Runde werfen. Hat beim wilden Dutzend bisher recht gut geklappt. Ich werd das morgen vielleicht auch mal ausprobieren. Mein Problem wird nur sein, dass ich ganz im Gegensatz zum Fire &amp; Forget-Prinzip jedes einzelne Wort rund lutschen werde. Bloß gut, dass ich hier im Blog auch extra noch drauf hinweise. Damit auch jeder merkt, dass mein Guten Appetit-Wunsch ein wenig gestelzt klingt.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-3439" title="" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/04/entchen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p>Auch wenn sich das in diesem Beitrag jetzt nicht unbedingt so anhört, aber ich bin sehr froh ins kalte Facebook-Twitter-Wasser geworfen worden zu sein. Wie sollte ich es sonst auch lernen. Und irgendwann, wenn ich groß bin, werde ich auch eine Praktikantin haben, ihr mein Vertrauen schenken und mich an ihren ersten Statusmeldungen und Tweets erfreuen. Die wird sich umgucken!</p>
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		<title>Graphic Novel &#8211; Tom Gauld, Goliath</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 13:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Goliath ist der fünft-schlechteste Schwertkämpfer in seiner Einheit, er bevorzugt &#8211; im Gegensatz zu all seinen Kameraden &#8211; Verwaltungsaufgaben und seine extra für ihn angefertigte Paraderüstung zerfällt bereits beim ersten Tragen. Dennoch soll er jeden Morgen und jeden Abend im &#8230;<br/> <a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/03/28/graphic-novel-tom-gauld-goliath/" class="more_info">mehr Info</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goliath ist der fünft-schlechteste Schwertkämpfer in seiner Einheit, er bevorzugt &#8211; im Gegensatz zu all seinen Kameraden &#8211; Verwaltungsaufgaben und seine extra für ihn angefertigte Paraderüstung zerfällt bereits beim ersten Tragen. Dennoch soll er jeden Morgen und jeden Abend im Namen der Philister-Armee die Armee der Stämme Israels herausfordern und obwohl er ein friedfertiger Mensch ist und sich nicht anderes wünscht als wieder an seine Verwaltungsaufgaben zu setzen, tut er es 40 Tag und Nächte lang. &#8220;Das ist ein Kampf des Geistes&#8221;, erklärt ihm sein Vorgesetzer, der den Plan ausgetüftelt hat&#8230;</p>
<p><a href="http://das-wilde-dutzend.de/2012/03/28/graphic-novel-tom-gauld-goliath/goliath_small/" rel="attachment wp-att-3417"><img class="alignleft size-full wp-image-3417" src="http://das-wilde-dutzend.de/wp-content/uploads/2012/03/goliath_small.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Autor und Zeichner Tom Gauld hat sich in den dünnen Band &#8220;Goliath&#8221; der alt-testamentarischen Geschichte um David und Goliath angenommen und einen ganz anderen Goliath gefunden, als er dort geschildert wird. Er ist ein Krieger wider Willen, eine Schachfigur in einem Propaganda-Coup, sein Ruf als schrecklicher Kämpfer basiert alleine auf seiner physischen Größe. Doch dahinter steckt ein einfacher, freundlicher Mensch. Wie auch die biblische Geschichte ist dies eine Metapher, allerdings so eine ganz andere als jene in der Bibel.</p>
<p>Nur knapp 42 Seiten umfasst der dünne Band. Das Layout bedient sich der klassischen 3&#215;2-Aufteilung, es gibt außer Schwarz und Weiß nur noch einen einzigen Braunton als Schattierung und die Figuren sind so minimalistisch, wie sie nur seien können: Einfachste geometrische Formen, die an keiner Stelle auch nur ansatzweise den Eindruck erwecken wollen Tiefenwirkung zu erzielen. Diese Reduktion hat Tom Gauld in jahrelanger Tätigkeit in seinen wöchentlichen Strips für die englische Zeitung The Guardian (wo er beispielsweise neben Posy Simmonds vertreten ist) zur Perfektion gebracht.</p>
<p>Deswegen ist weder der Umfang, noch die Gestaltung, noch die reduzierte, sehr langsam erzählte, kleine Geschichte ein Zufall. Jeder Strich, jede Textzeile erfüllen einen Zweck und fordern den Leser nicht etwa nachzudenken. Nein, sie verführen ihn dazu. Denn Tom Gauld gibt einer biblischen Nebenfigur und zugleich dem Inbegriff des brutalen Unterdrückers die Würde zurück und stellt damit unsere auf den biblischen Geschichten aufgebaute Weltsicht in Frage. Nachdem man &#8220;Goliath&#8221; gelesen hat, kommt einem die Redewendung &#8220;David gegen Goliath&#8221; nicht mehr so leicht über die Lippen.</p>
<p>Welche 42 Seiten können von sich behaupten den Leser derart zu verändern?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.tomgauld.com/">Tom Gauld</a><br />
Goliath<br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.drawnandquarterly.com/">Drawn &amp; Quarterly</a><br />
ISBN 978-1-77046-065-2</p>
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