Absinth

Das alkoholische Getränk, auch „la fée verte“  (die grüne Elfe) genannt, eroberte vom Schweizerischen Kanton Neuchâtel aus zunächst Frankreich und dann die ganze Welt. Ab dem 19. Jahrhundert verfielen dieser geflügelten Muse Absinth nicht nur viele Künstler, wie Charles Baudelaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud oder Toulouse-Lautrec. Auch im medizinischen Bereich stand das Destillat aus Anis, Fenchel und Wermut – im englischen bezeichnenderweise „grand wormwood“ (Wurmholz) genannt – hoch im Kurs. Immerhin bemühten sich Ärzte darum, die Diagnose jener Patienten, die bewusstseinserweiterten Drogen zum Opfer gefallen waren sehr spezifisch zu behandeln. Kein Wunder, dass die Absinth-Sucht ebenso wie die Opium-Sucht als eigenständige Suchtvariante gelabelt wurde.

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