Duell

Meist adeliger Zweikampf zweier Parteien um die (persönliche oder Standes-) Ehre. Nicht selten gingen die Duelle im Morgengrauen jedoch – wie im Gedicht von Johan von Riepenbreuch ersichtlich – auch ganz profan um die Gunst (selten um die Hand) einer Frau, um die sich zwei Männer bemühten. Einer Aufforderung zum Duell nicht nachzukommen glich dem Eingeständnis der Feigheit und konnte ebenso gesellschaftliche Ächtung nach sich ziehen, wie die feststehenden Regeln des Zweikampfs nicht zu befolgen. Letzteres geschah jedoch immer wieder. War ein Duell doch eine oft schnelle und geachtete Möglichkeit, einen Konkurrenten ein für alle mal aus dem Weg zu räumen. Auch die romantische Komponente des manchmal tödlich verlaufenden Wettstreits ist nicht zu unterschätzen: Angeblich existierten im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert sogenannte „Tanzkarten mit Durchschuss“: Damen, wegen denen sich duelliert wurde, maßen ihren Beliebtheitsgrad an der Anzahl jener Zweikämpfe. Im Fall von schwerer Verletzung und Tod soll es Extrapunkte gegeben haben.

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