Persephone

Nach der homerischen Dichtung die (uneheliche) Tochter von Zeus und dessen Schwester Demeter, der großen Muttergöttin Griechenlands. Persephone gilt als Göttin der Fruchtbarkeit. Sie wird von Hades, dem Gott der Unterwelt, in sein Reich entführt. Ihre Mutter lässt, erzürnt über den Raub, das Land veröden. Unter zähem Ringen wird ein Kompromiss unter den Göttern ausgehandelt. Den Herbst und den Winter muss Persephone bei Hades verbringen, im Frühling und Sommer darf sie in die Oberwelt zurück und bei Demeter sein. Johan von Riepenbreuch hat dieses Bild der geschundenen, geschändeten und machtlosen Frau in „Die Guten, die Bösen und die Toten“ in seine Zeit transportiert, um deutlich zu machen, wie wenig Frauen in der Lage waren, ihr Schicksal mitzubestimmen.

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