PR und Pressearbeit: Solveig Pobuda

Unsere PR und Pressearbeit übernimmt seit 2013 Solveig Pobuda für Das wilde Dutzend. In den letzten Monaten gab es bereits einige Blogposts von ihr zum #CodexRoboticus zu lesen, jetzt wollen wir sie endlich mal vorstellen. Wir haben ihr noch schnell bevor es zurück an die Uni bzw. auf die Buchmesse nach Frankfurt ging, ein paar Fragen gestellt.

Wer bist du und was machst du?

Wer ich bin, ist eine gute Frage. Ich glaube das kann ich noch nicht genau sagen. Weiß überhaupt jemand genau, wer er ist …? Ähm, Schluss mit der Philosophie und zurück zum Thema! Was ich mache, kann ich da schon eher berichten. Ich lebe im schönen Leipzig und studiere dort, nach meinem Bachelor in Kommunikations- und Medienwissenschaft, den Master in Buchwissenschaft. Dieser zählt zu einer ganzen Reihe von Studiengängen, die regelmäßig die Frage nach sich ziehen: „Und was macht man damit?“. Mich hat er unter anderem neben dem Studium zur Arbeit in einer wunderschönen Leipziger Buchhandlung, einem Praktikum in der Presseabteilung eines traditionsreichen Hallenser Verlags und in das Projektteam der Leipziger Buchmesse 2012 geführt. Meine letzten Stationen waren dann die Pressearbeit für das sagenumwobene Wunderland-Festival 2013 des Berliner Verlags Das wilde Dutzend und für dessen neues jetzt im November erscheinendes Buch „Codex Roboticus“.

PR und Pressearbeit Solveig Pobuda Das wilde Dutzend

Wieso PR- und Pressearbeit und was zählt alles für dich dazu?

Für jedes Unternehmen, egal wie klein oder groß, ist die eigene Außenwahrnehmung ungeheuer wichtig für dessen Erfolg. Mich faszinieren Dinge wie Images und Marken und was diese fördern oder ihnen auch schaden kann. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit trägt dazu einen großen Teil bei. Websites, soziale Netzwerke, Blogs, Medienbeiträge, Veranstaltungen jeder Art aber auch die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens oder der Mitarbeiter über dieses, tragen dazu bei, auf welche Art und Weise es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und welche Meinung darüber entsteht. Dabei muss man auch gar nicht immer in riesigen Dimensionen denken. Gerade die Kleinen haben ja eher das Problem, überhaupt wahrgenommen zu werden. In einer Branche wie dem Buchmarkt mit seinem fast unüberschaubaren Angebot ist das nochmal schwieriger. Ich freue mich dann jedes Mal riesig, wenn zum Beispiel eine unserer Veranstaltungen es in einen Online-Event-Kalender und eine Tageszeitung geschafft hat, irgendwo eine Rezension zu einem unserer neuen Bücher veröffentlicht wurde oder es auf unserer Facebook-Seite ein tolles Feedback für laufende Projekte gibt.

Warum Buchbranche?

Ich glaube da muss ich der Zeit (die Zeitung) die Schuld geben. Es gibt einmal im Jahr den Zeit-Studienführer, in dem ich kurz vor Beginn der zwölften Klasse über den Studiengang Buchwissenschaft stolperte. Bis dahin war ich noch fest davon überzeugt, Geschichte oder Archäologie studieren zu wollen. Buchwissenschaft, das klang für mich super interessant und ich dachte mir ganz naiv, da ich gern lese und Bücher mag, ist das doch bestimmt was für mich. Nachdem ich mich dann doch noch etwas umfassender informiert hatte, folgte in meinen letzten Sommerferien ein kurzes Praktikum in einer Buchhandlung und mein Entschluss stand fest. Zum Glück hat es dann auch mit dem Studienplatz geklappt. Nachdem ich jetzt auch schon eine Weile in der Branche unterwegs bin, kann ich sagen, ich habe es trotz schwankender Wirtschaftprognosen für die Buchbranche und vielleicht auch nicht den besten Berufsaussichten bisher nicht bereut. Die Buchwelt ist ein faszinierender Kosmos mit ganz eigenen Regeln. Es schwirren viele, viele kreative Ideen umher und die Menschen können sich so wahnsinnig für ihre Produkte begeistern wie wahrscheinlich in nur wenigen anderen Branchen.

Wie glaubst du, wird sich die Verlagsbranche in den nächsten Jahren entwickeln?

Ich bin ein großer Freund der Buchpreisbindung und hoffe sehr, dass sie dem deutschen Buchmarkt trotz häufiger Diskussionen um ihre Vor- und Nachteile, erhalten bleibt. Ich denke, dass viele Entwicklungen von ihr abhängen. Sicher haben andere Länder bereits gezeigt, dass es auch ohne geht. Die Frage dabei ist aber wie es geht. Neben vielem anderen würde die Vielfalt in jedem Fall leiden. Buchhandlungen, deren Sortiment fast ausschließlich aus Bestsellern besteht, stelle ich mir ziemlich gruselig vor.

Der wirtschaftliche Druck auf die Branche wird sicher weiter steigen. Die jüngsten Beschwerden über Amazon haben gezeigt, dass man sich dort auch für fragwürdige Methoden wie künstlich verlängerte Lieferzeiten nicht zu schade ist, um eine höhere Marktmacht zu erreichen. Wie würde das wohl ohne Buchpreisbindung aussehen?

Auch in Sachen E-Books ist Amazon den Verlagen teilweise voraus. Der Markt ist in Deutschland zwar immer noch klein aber er wächst. Die Verlage müssen aufpassen hier keine Entwicklungen zu verschlafen.

Ansonsten glaube ich vor allem an Konzepte, die den Lesern mehr bieten als eine abgeschlossene Geschichte, verpackt in einer Ladung Buchstaben. Durch das Internet ist es möglich ihnen zahlreiche Mehrwerte zur Verfügung zu stellen. Mit dem Buch muss die Geschichte noch lange nicht zu Ende sein. Dieses Potenzial sollte genutzt werden!

Auf jeden Fall wird es Bücher, egal in welcher Form, immer geben und damit auch Verlage. Darüber mache ich mir keine Gedanken.

Warum beim wilden Dutzend bzw. den imaginary friends?

Das Tolle an Büchern ist ja unter anderem, dass man durch sie in neue Welten eintauchen kann. Beim wilden Dutzend und den imaginary friends hat mich die Idee begeistert, um das Buch herum einen neuen Kosmos zu erschaffen. Aus dem Buch heraus werden dort Parallelgeschichten erzählt. Der Leser kann, wenn er dran bleibt, neue Handlungsstränge entdecken oder unbekannte Personen kennenlernen. Teilweise kann er beispielsweise über Veranstaltungen, Aktionen oder soziale Netzwerke sogar selbst an der Geschichte mitwirken. Beim wilden Dutzend geht das so weit, dass um den ganzen Verlag herum eine Legende um dessen Entstehung geschaffen wurde. Transmedia Storytelling ist ein unglaublich spannendes Konzept, mit dem so viel möglich ist. Ich denke, dass es auf jeden Fall Potenzial hat, in der Zukunft des Buches eine größere Rolle zu spielen als heute.

Was wird deine nächste Herausforderung? (Kommst du wieder?)

Nächstes Jahr werde ich ein halbes Jahr in der Hauptstadt Bulgariens studieren. Da werde ich dann herausfinden, wie sich Vorlesungen und Seminare auf Bulgarisch anhören. Das wird sicher ein wahnsinnig aufregendes, symphonisches Erlebnis, denn verstehen werde ich zumindest am Anfang wohl nicht viel … Außerdem hoffe ich auf eine Rückkehr zum wilden Dutzend. Mir sind in der Loge bereits Gerüchte zu Ohren gekommen, dass nächstes Jahr das Wunderland-Festival Nummer 2 stattfinden soll …

Muss Edgar eifersüchtig auf Paule sein? Oder auch: Kater vs. Hund (die wahre Gretchenfrage der Buchbranche…)

Paule habe ich ursprünglich durch meine Arbeit beim wilden Dutzend auf rein beruflicher Ebene kennengelernt. Natürlich kann ich nicht leugnen, dass daraus inzwischen eine tiefe Freundschaft geworden ist. Edgar ist ein mir sehr wichtiges Mitglied meiner Familie. So spielen beide eine bedeutende Rolle in meinem Leben. Eifersüchtig muss da keiner sein.

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